
Die Zukunft des Fliegens: Deutschland unter Druck
Strengere Maßnahmen in der Diskussion
In Frankreich sind Kurzstreckenflüge bereits verboten, wenn eine angemessene Alternative auf der Schiene zur Verfügung steht. Nun werden auch in Deutschland zunehmend Vorschläge diskutiert, um Bürger vom Fliegen abzuhalten. Diese reichen von Umweltabgaben bis hin zur Rationierung der individuellen Anzahl an Flugreisen.
Lufthansa führt Umweltgebühr ein
Ab 1. Januar 2025 wird die Lufthansa eine Umweltgebühr für alle Flüge verhängen, die von ihrer Unternehmensgruppe vermarktet werden. Dies gilt für alle Starts aus den 27 EU-Ländern sowie aus Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Je nach Länge des Fluges soll sich die Gebühr zwischen einem und 72 Euro bewegen. Schon jetzt gibt es die Option einer freiwilligen Kompensationszahlung zu Klimaschutzzwecken, welche die Lufthansa weiterhin beibehalten möchte. Allerdings machen derzeit nur vier Prozent der Kunden von dieser Möglichkeit Gebrauch.
Schwindende Flugscham und soziale Ungleichheit
In der „taz“ wird beklagt, dass die sogenannte Flugscham nachlasse, obwohl das Fliegen nach wie vor ein Luxus sei. Nur elf Prozent der Weltbevölkerung reise mit dem Flugzeug, und davon seien zwei Drittel Inlandsflüge. Vor allem Menschen mit mittlerem bis höherem Einkommen nutzen das Flugzeug als bevorzugtes Fortbewegungsmittel. In Deutschland sinkt die Nachfrage nach Inlandsflügen: 2019 hatten noch 26,7 Prozent der Flüge ein Ziel im Inland, im Vorjahr waren es nur noch 20 Prozent. Die Lufthansa-Tochter Eurowings hat bereits ein knappes Drittel der Inlandsflüge aus dem Programm genommen.
Rationierung von Langstreckenflügen
Verkehrsforscher Andreas Knie spricht sich für ein generelles Verbot von Inlandsflügen in Deutschland aus. Zudem schlägt er vor, Langstreckenflüge zu rationieren. So solle jedem Bewohner Deutschlands pro Jahr eine definierte Anzahl an Langstreckenflügen zustehen. Im ersten Jahr sollen dies drei Flugpaare sein, im zweiten nur noch zwei und darüber hinaus nur noch eines. Ob diese Regelung auch für Politiker, UNO-Mitarbeiter und international agierende NGOs gelten solle, lässt Knie offen.
Praktische Probleme und Datenschutzbedenken
Das Konzept Knies beinhaltet auch einen „Optionshandel“. Menschen, die nicht fliegen, könnten ihre Flugkontingente an Vielfliegende verkaufen. Allerdings würden sich hier praktische Probleme in der Umsetzung auftun, wie die zentrale Speicherung der entsprechenden Daten. Inwieweit dies geltenden Datenschutzstandards entspräche, wäre erst zu klären.
Fazit
Die Diskussion um die Zukunft des Fliegens in Deutschland zeigt, dass die Branche und die Reisenden zunehmend unter Druck stehen. Strengere Maßnahmen zur Reduzierung des Flugverkehrs könnten weitreichende Auswirkungen haben, sowohl auf die Wirtschaft als auch auf die individuelle Reisefreiheit. Es bleibt abzuwarten, wie sich die politischen und gesellschaftlichen Debatten weiterentwickeln und welche konkreten Maßnahmen letztlich umgesetzt werden.

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