
Digitale Totalüberwachung: Big Tech und Pharmakonzerne wittern das große Geschäft mit Gesundheitsdaten
In einem beispiellosen Vorstoß zur digitalen Erfassung der Gesundheitsdaten aller Bürger treibt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die elektronische Patientenakte (ePA) mit Hochdruck voran. Was als vermeintliche Modernisierung des Gesundheitswesens verkauft wird, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als datenschutzrechtlicher Albtraum mit weitreichenden Konsequenzen für die Privatsphäre der Bürger.
Das lukrative Geschäft mit dem "Datengold"
Fast 70 Millionen elektronische Patientenakten wurden bereits von den Krankenkassen angelegt - weitgehend ohne aktive Zustimmung der Versicherten. Besonders besorgniserregend: Tech-Giganten wie Google, Meta und OpenAI haben bereits großes Interesse an diesem "weltweit einzigartigen Datensatz" bekundet, wie Lauterbach nicht ohne Stolz verkündet. Der Minister preist die Datensammlung als "größtes Digitalprojekt in der Geschichte Deutschlands" an.
Fragwürdige Anreize zur Datenfreigabe
In diesem Kontext sorgt nun auch noch CDU-Chef Friedrich Merz für Aufsehen. Er schlägt vor, Versicherte mit einem zehnprozentigen Nachlass bei den Krankenkassenbeiträgen zu "belohnen", wenn sie ihre Datenschutzbedenken zurückstellen. Eine gefährliche Entwicklung, die an die fragwürdigen Impfanreize während der Corona-Zeit erinnert.
Massive Sicherheitsbedenken ignoriert
Während die Politik die vermeintlichen Vorteile der digitalen Gesundheitsakte preist, werden massive Sicherheitsbedenken geflissentlich ignoriert. Der Chaos Computer Club konnte bereits demonstrieren, wie erschreckend einfach der Zugriff auf alle 70 Millionen Patientenakten möglich ist. Besonders brisant: Sensible Informationen über psychische Erkrankungen oder HIV-Infektionen könnten in falsche Hände geraten und zu schwerwiegender Diskriminierung führen.
"Das Ende der ePA-Experimente am lebenden Bürger" forderte der CCC bereits Ende 2024 - bisher ohne Erfolg.
Bürger in der Opt-out-Falle
Besonders perfide: Nachdem sich bei freiwilliger Teilnahme nur ein Prozent der Versicherten für die ePA entschieden hatte, wurde kurzerhand das Prinzip umgedreht. Nun müssen Bürger aktiv widersprechen, wenn sie nicht wollen, dass ihre intimsten Gesundheitsdaten erfasst und möglicherweise an Dritte weitergegeben werden. Ein durchsichtiges Manöver, das die wahren Intentionen hinter dem Projekt offenbart.
Die elektronische Patientenakte entwickelt sich damit zu einem Paradebeispiel dafür, wie unter dem Deckmantel der Digitalisierung die Überwachung und Kontrolle der Bürger weiter vorangetrieben wird. Wer seine Gesundheitsdaten schützen möchte, muss schnell handeln und aktiv widersprechen - sei es telefonisch, vor Ort bei der Krankenkasse oder digital über deren Online-Portale.

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