
Krankenhausreform vor dem Aus: Bundesländer könnten Lauterbachs "Revolution" stoppen
Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach als "Revolution" bezeichnete Krankenhausreform steht möglicherweise vor dem Scheitern. Im Bundesrat könnte das zentrale Projekt des SPD-Ministers heute zu Fall gebracht werden, da mehrere Bundesländer massive Bedenken angemeldet haben.
Qualität versus Versorgungssicherheit - ein unlösbarer Konflikt?
Der Gesundheitsminister möchte mit seiner Reform vor allem die Qualität der medizinischen Versorgung verbessern. Deutschland gebe zwar so viel Geld wie kaum ein anderes Land für das Gesundheitssystem aus, sei aber "bei Weitem nicht die Besten", wie Lauterbach immer wieder betone. Durch eine stärkere Spezialisierung der Krankenhäuser solle die Behandlungsqualität deutlich gesteigert werden.
Die Überlebenswahrscheinlichkeit steige nachweislich, wenn Patienten in spezialisierten Kliniken behandelt würden, so die Argumentation des Ministers.
Ländliche Regionen drohen abgehängt zu werden
Besonders die Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen sehen die Reform äußerst kritisch. Sie befürchten, dass vor allem kleinere Kliniken in ländlichen Regionen die strengeren Qualitätsvorgaben nicht erfüllen können und dadurch von der Finanzierung abgeschnitten würden. Dies könnte zu einem regelrechten Kliniksterben in der Fläche führen.
Die wichtigsten Kritikpunkte der Bundesländer:
- Gefährdung der Versorgungssicherheit in ländlichen Gebieten
- Zu starke Einmischung des Bundes in Länderkompetenzen
- Unklare finanzielle Folgen für die Krankenhauslandschaft
- Mangelnde Planungssicherheit für bestehende Kliniken
Politisches Tauziehen mit ungewissem Ausgang
Sollte der Bundesrat heute den Vermittlungsausschuss anrufen, könnte dies das Ende der Reform bedeuten. Nach dem Ampel-Aus wären SPD und Grüne im Bundestag auf Stimmen aus der Opposition angewiesen. Die FDP hat bereits signalisiert, dass sie das Projekt in seiner jetzigen Form nicht mehr unterstützen würde.
Die Union hat ihrerseits eine klare Absage erteilt. Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Janosch Dahmen, sieht in einer Anrufung des Vermittlungsausschusses daher faktisch das Scheitern der Reform.
Ideologie statt pragmatischer Lösungen?
Der starre Kurs des Bundesgesundheitsministers, der bei den Qualitätsvorgaben keinerlei Kompromisse eingehen möchte, könnte sich nun als fatal erweisen. Statt einen ausgewogenen Ansatz zu verfolgen, der sowohl die Qualität als auch die flächendeckende Versorgung sicherstellt, droht nun ein komplettes Scheitern der dringend benötigten Reform.
Für die Kliniken und deren Personal bedeutet diese Situation weitere Unsicherheit. Wie der Kardiologe Anwar Hanna vom Goitzsche Klinikum in Bitterfeld-Wolfen berichtet, herrsche "sehr viel Unruhe" - nicht nur bei der Bevölkerung, sondern auch beim Personal.

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