
Trump tobt über "hässliches" Porträt - Kapitol von Colorado kapituliert vor Ex-Präsident
Die Eitelkeit des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump kennt offenbar keine Grenzen. Nach einer öffentlichen Schimpftirade des 78-Jährigen wurde nun sein offizielles Porträt aus dem Kapitol von Colorado entfernt. Der Grund? Der narzisstische Ex-Präsident fand sich darauf nicht attraktiv genug dargestellt.
Trumps Ego verletzt - Obama sieht "wundervoll" aus
Besonders pikant: Das bereits 2019 während seiner ersten Amtszeit aufgehängte Porträt wurde von derselben Künstlerin angefertigt, die auch seinen Vorgänger Barack Obama malte. Dass der demokratische Ex-Präsident auf seinem Porträt "wundervoll" aussehe, während er selbst "absichtlich verzerrt" dargestellt worden sei, brachte das Fass zum Überlaufen. In seiner charakteristisch polternden Art behauptete Trump, er habe "vielleicht noch nie" eine derart schlechte Darstellung gesehen.
Republikaner kuschen vor Trump-Kritik
Die republikanische Führung im Senat von Colorado zeigte sich erstaunlich fügsam gegenüber den Launen ihres ehemaligen Präsidenten. Paul Lundeen, der republikanische Minderheitsführer, forderte prompt die Entfernung des Gemäldes. Dabei hatten die Republikaner das ursprüngliche Werk selbst in Auftrag gegeben und dafür nicht weniger als 10.000 Dollar an Spendengeldern aufgewendet. Eine bemerkenswerte Verschwendung von Ressourcen, die nun in der Mülltonne der Geschichte landet.
Künstlerin weist politische Motivation zurück
Die Künstlerin Sarah Boardman, die sich bisher nicht direkt zur aktuellen Kritik äußerte, hatte bereits früher klargestellt, dass ihr Werk "kein politisches Statement, sondern die Darstellung eines Menschen" sei. Eine noble Haltung, die jedoch an Trumps überbordendem Ego abprallte wie Regentropfen an einer Fensterscheibe.
Demokraten zeigen sich desinteressiert
Die demokratische Opposition reagierte mit beißender Ironie auf das Theater um das Präsidentenporträt. Sie stellten klar, dass sie zwar nichts gegen die Entfernung des Gemäldes einzuwenden hätten, sich aber auch nicht an den Kosten für ein neues Porträt beteiligen würden. "Wenn die Republikaner Zeit und Geld dafür aufwenden wollen, welches Porträt von Trump im Kapitol hängt, dann ist das ihre Sache", hieß es in einer süffisanten Erklärung.
Leere Wand als Symbol der Spaltung
Nun klafft eine bezeichnende Lücke an der Wand des Kapitols, wo einst Trumps Konterfei hing. Zurück bleiben lediglich ein paar einsame Bilderhaken und ein Schild mit der Aufschrift "Donald Trump – 45. und 47. Präsident". Ein passendes Symbol für die tiefe Spaltung, die Trump in der amerikanischen Gesellschaft hinterlassen hat und die sich offenbar auch in der Porträtgalerie des Kapitols von Colorado manifestiert.
Die Frage nach einem Nachfolgeporträt bleibt vorerst unbeantwortet. Weder die Finanzierung noch die Auswahl eines neuen Künstlers sind geklärt. Eines steht jedoch fest: Der nächste Maler wird sich warm anziehen müssen - und sollte vielleicht vorher einen Crashkurs in präsidialer Schmeichelei belegen.
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