
Haiti versinkt im Chaos: Massenexodus aus Port-au-Prince wegen eskalierender Bandengewalt
Die ohnehin prekäre Sicherheitslage in Haiti spitzt sich dramatisch zu. In der Hauptstadt Port-au-Prince spielten sich am Donnerstag erschütternde Szenen ab, nachdem kriminelle Banden die Kontrolle über den Stadtteil Solino an sich gerissen hatten. Hunderte Familien ergriffen in Panik die Flucht aus den angrenzenden Vierteln Delmas 30, Nazon und Christ-Roi - aus Angst, ihre Nachbarschaften könnten die nächsten Ziele der Gewalt sein.
Bürger auf der Flucht: Dramatische Szenen in der Hauptstadt
Die verzweifelten Bewohner versuchen mit allen verfügbaren Mitteln, sich und ihre wichtigsten Habseligkeiten in Sicherheit zu bringen. Zu Fuß, auf Motorrädern oder in überfüllten Autos verlassen sie fluchtartig ihre Häuser. Viele tragen nur das Nötigste bei sich: Kleidung, wichtige Dokumente und vereinzelt auch Möbelstücke.
"Ich habe in Solino gelebt. Ich kann dort nicht mehr wohnen. Die Kriminellen haben mich aus meinem Zuhause gejagt. Ich werde auf der Straße leben müssen", berichtet eine Betroffene namens Marjorie unter Tränen.
Politisches Vakuum begünstigt kriminelle Machenschaften
Die jüngste Gewaltwelle wird vom Bandenzusammenschluss "Viv Ansanm" ausgeführt, der sich erst im Februar dieses Jahres formierte. Bezeichnenderweise hatte diese kriminelle Vereinigung zunächst den Sturz des damaligen Regierungschefs Ariel Henry zum Ziel - ein Vorhaben, das mit dessen Rücktritt im April bereits "erfolgreich" umgesetzt wurde.
Neue Regierung steht vor gewaltigen Herausforderungen
Der neu vereidigte Regierungschef Alix Didier Fils-Aimé steht nun vor der schier unlösbaren Aufgabe, die Sicherheit in dem krisengeschüttelten Karibikstaat wiederherzustellen. Doch die Realität zeigt ein düsteres Bild: Hunderte Menschen suchen bereits Zuflucht im Büro für den Schutz der Bürger (OPC) im Stadtteil Bourdon, das notdürftig in eine Unterkunft für Vertriebene umgewandelt wurde.
Internationale Auswirkungen der Krise
Die dramatische Situation hat mittlerweile auch internationale Konsequenzen. Die US-Flugverkehrsbehörde sah sich gezwungen, sämtliche kommerzielle Flüge aus den Vereinigten Staaten nach Port-au-Prince zu streichen. Diese Maßnahme verdeutlicht die extreme Gefährdungslage in der haitianischen Hauptstadt.
Die humanitäre Katastrophe in Haiti ist das Resultat jahrelanger Misswirtschaft, politischer Instabilität und eines schwachen Staatswesens. Die ausufernde Bandengewalt ist dabei nur die Spitze des Eisbergs in einem Land, das dringend internationale Unterstützung benötigt, um nicht vollständig im Chaos zu versinken.
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