
Kommt die erste zehnspurige Autobahn in Deutschland?
Milliardenschwerer Ausbau der A5 bei Frankfurt am Main in der Kritik
Die Diskussion um den Ausbau der Autobahn 5 bei Frankfurt am Main auf zehn Spuren hat in Deutschland eine neue Dimension erreicht. Während Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) den Ausbau als essenziell für die Reduzierung von Staus und die Verbesserung der Verkehrseffizienz ansieht, äußert Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD) erhebliche Zweifel an der Umsetzbarkeit des Projekts.
Finanzielle Hürden und Realitätscheck
Mansoori, der auch stellvertretender Ministerpräsident von Hessen ist, stellte die enormen Kosten des Projekts in Frage. „Da reden wir über Milliardenkosten, die niemand so richtig beziffern kann. Ich halte die zehnspurige A5 durch Frankfurt am Main für eine Geisterdebatte“, sagte Mansoori gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er betonte, dass angesichts der angespannten Haushaltslage des Bundes die finanziellen Mittel für Schienen, Radwege und andere wichtige Infrastrukturprojekte fehlten.
Besonders die geplante Einhausung der Autobahn, die als Lärmschutzmaßnahme für Anwohner dienen soll, sieht Mansoori als problematisch an. „Letztlich entscheide aber der Bund, ob es zum Ausbau der A5 komme“, räumte er ein. Der Ausbau der A5 wäre deutschlandweit die erste zehnspurige Autobahn und würde ein Novum in der deutschen Verkehrsgeschichte darstellen.
Wissing: Deutschland staufrei machen
Bundesverkehrsminister Volker Wissing hingegen sieht den Ausbau als notwendig an, um Deutschland staufrei zu machen. „Wir haben den Auftrag, dafür zu sorgen, dass Deutschland nicht im Stau steht“, betonte Wissing. Eine Machbarkeitsstudie hatte zuvor ergeben, dass der Ausbau der A5 zwischen dem Frankfurter Kreuz und der Anschlussstelle Friedberg technisch möglich sei und diesen auch empfohlen.
Widerstand aus Frankfurt und von Umweltverbänden
Die Stadt Frankfurt sowie zahlreiche Umweltverbände und Bürgerinitiativen lehnen den Ausbau der A5 ab. Der Abschnitt nördlich von Frankfurt ist knapp 30 Kilometer lang und stark befahren. Mansoori verwies auf die Bedeutung Hessens als Transitland, betonte jedoch, dass auch günstiger Wohnraum geschaffen werden müsse, wo Menschen arbeiten, oder Arbeit dahin gebracht werden müsse, wo Menschen gerne leben wollen.
Politische Uneinigkeit und Zukunftsfragen
Während Mansooris Vorgänger im Amt, der Grünen-Politiker Tarek Al-Wazir, sich stets gegen das Großprojekt gestellt hatte, sprechen sich CDU und SPD in ihrem gemeinsamen Koalitionsvertrag in Hessen für den beschleunigten Autobahnausbau aus. Die Frage bleibt, ob die Bundesregierung unter den aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen den Ausbau der A5 tatsächlich realisieren kann oder ob es bei einer „Geisterdebatte“ bleibt, wie Mansoori es formulierte.
Die Diskussion zeigt einmal mehr, wie tief die politischen und gesellschaftlichen Gräben in Deutschland verlaufen, wenn es um große Infrastrukturprojekte geht. Die Entscheidung über den Ausbau der A5 könnte somit zu einem Symbol für die zukünftige Ausrichtung der deutschen Verkehrspolitik werden.

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