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27.03.2025
16:02 Uhr

Vom E-Auto zum Militärfahrzeug: Deutsche Autobauer wittern Milliardengeschäft mit der Bundeswehr

Die deutsche Automobilindustrie steht vor einem bemerkenswerten Wandel. Nachdem die grüne Transformation und der erzwungene Umstieg auf E-Mobilität viele Hersteller in Bedrängnis gebracht hat, winkt nun ein lukrativer Rettungsanker: Das 100-Milliarden-"Sondervermögen" der Bundeswehr.

Mercedes führt den militärischen Geldsegen an

Besonders der zuletzt schwächelnde Mercedes-Konzern dürfte aufatmen. Mit einem Mammutauftrag über 5.800 Fahrzeuge der G-Klasse im Gesamtwert von 1,3 Milliarden Euro hat sich der Stuttgarter Autobauer ein sattes Stück vom Rüstungskuchen gesichert. Ein Geschäft, das angesichts eines Stückpreises von mindestens 124.355 Euro pro Fahrzeug durchaus Fragen aufwirft.

VW und MAN wittern ihre Chance

Auch in Wolfsburg wittert man das große Geschäft. Während VW sich zunächst "beratend" positioniert, fährt die Konzerntochter MAN bereits schweres Geschütz auf. Ein Rahmenvertrag über 6.500 Militär-LKW wurde bereits mit Rheinmetall MAN Military Vehicles geschlossen. Allein die erste Tranche von 610 Fahrzeugen spült 312 Millionen Euro in die Kassen. Zusätzlich werden 1.500 geländegängige "Wechselladersysteme" für knapp eine Milliarde Euro geordert.

Mittelstand hofft auf militärische Transformation

Die Goldgräberstimmung hat längst auch den deutschen Mittelstand erreicht. In Sachsen produzieren bereits 180 Unternehmen für die Bundeswehr. Besonders in Mitteldeutschland, wo viele Zulieferer unter der kriselnden Automobilbranche leiden, sieht man im "Sondervermögen" einen willkommenen Ausweg. Eine Umfrage zeigt: Drei Viertel der Thüringer Zulieferer würden gerne verstärkt für die Rüstungsindustrie produzieren.

Kritische Betrachtung der Entwicklung

Diese Entwicklung wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand der deutschen Wirtschaftspolitik. Erst werden die Automobilhersteller durch überzogene Klimavorgaben und unrealistische E-Auto-Quoten in die Enge getrieben, nur um sie dann mit Steuergeldern aus dem "Sondervermögen" wieder aufzupäppeln. Eine fragwürdige Transformation von der einstigen Vorzeigeindustrie zum staatlich alimentierten Rüstungsbetrieb.

Die Abhängigkeit der deutschen Industrie von staatlichen Aufträgen wächst damit weiter. Was als vermeintliche Rettung erscheint, könnte sich langfristig als Pyrrhussieg erweisen. Denn am Ende steht eine Industrie, die mehr vom politischen Wohlwollen als von echter Marktfähigkeit abhängt.

"Die Automobilindustrie ist in schweren Fahrwassern. Da sind jeder Grashalm und Hoffnungsschimmer Gold wert", erklärt Rico Chmelik vom Automobil-Netzwerk Automotive Thüringen die verzweifelte Lage.

Die Frage bleibt: Ist dies der richtige Weg für den Industriestandort Deutschland? Oder wäre es nicht sinnvoller, die Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige zivile Produktion zu schaffen, anstatt die Industrie in die Abhängigkeit von Rüstungsaufträgen zu treiben?

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