
Deutsche Bank rutscht in die roten Zahlen – Postbank-Übernahme als Hauptursache
Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal 2024 einen Verlust von 143 Millionen Euro verzeichnet. Dies ist der erste Quartalsverlust seit Anfang 2020 und resultiert aus einer milliardenschweren Rückstellung für einen Rechtsstreit um die Postbank-Übernahme. Diese Übernahme, die vor mehr als zehn Jahren abgeschlossen wurde, belastet die Bilanz des DAX-Konzerns nach wie vor erheblich.
Postbank-Übernahme: Ein teures Debakel
Die Übernahme der Postbank sollte ursprünglich die Kundenbasis der Deutschen Bank verbreitern und das Geschäft weniger abhängig vom volatilen Investmentbanking machen. Doch diese Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Stattdessen sorgt die Postbank immer wieder für Negativ-Schlagzeilen.
Grund für die aktuellen Verluste ist ein langwieriger Rechtsstreit mit früheren Aktionären der Postbank. Das Oberlandesgericht Köln hat in einer mündlichen Verhandlung angedeutet, dass den Postbank-Aktionären möglicherweise ein höherer Preis zugestanden haben könnte. Die Deutsche Bank stellt sich auf eine Nachzahlung von bis zu 700 Millionen Euro ein, dazu kommen Zinsen von rund 600 Millionen Euro, die in den letzten 14 Jahren aufgelaufen sind.
Operatives Geschäft zeigt positive Tendenzen
Ohne Berücksichtigung der Postbank-Rückstellung summierte sich der Vorsteuergewinn der Deutschen Bank auf 1,7 Milliarden Euro, verglichen mit 1,4 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Besonders im Investmentbanking lief es rund, wo die Erträge um zehn Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zulegten. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing betonte, dass man weiterhin auf einem guten Weg sei, die Ziele für 2025 zu erreichen, einschließlich der angestrebten Ausschüttung an die Aktionäre.
Aktionäre und Finanzaufsicht üben Kritik
Die Aktionäre der Deutschen Bank äußerten lautstarke Kritik an der Führungsspitze des Konzerns. Der Kauf der Postbank wird als "Blamage" bezeichnet, insbesondere wegen der IT-Integration im vergangenen Jahr, die Tausende Postbank-Kunden über Wochen von ihren Konten abschnitt und sogar die Finanzaufsicht BaFin auf den Plan rief.
Risikovorsorge und Sparmaßnahmen
Die Deutsche Bank kündigte an, dass die Risikovorsorge im laufenden Jahr höher als angenommen ausfallen könnte. Im zweiten Quartal kletterte die Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf 476 Millionen Euro, verglichen mit 401 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Finanzchef James von Moltke sieht dennoch Spielraum für weitere Einsparungen bei den bereinigten Kosten, da das operative Effizienzprogramm vorankommt.
Christian Sewing ergänzte in einem Brief an die Mitarbeiter, dass jeder weitere Schritt zur Effizienzsteigerung zusätzlichen Spielraum für Investitionen geben werde. Trotz der aktuellen Verluste bleibt der Sparkurs vorerst bestehen.
Fazit: Ein Schatten über der Deutschen Bank
Die Deutsche Bank kämpft weiterhin mit den Spätfolgen der Postbank-Übernahme. Die milliardenschwere Rückstellung für den Rechtsstreit belastet die Bilanz erheblich und führt zu einem Quartalsverlust. Dennoch zeigt das operative Geschäft positive Tendenzen, und die Bank bleibt zuversichtlich, ihre langfristigen Ziele zu erreichen. Die Kritik der Aktionäre und die erhöhte Risikovorsorge zeigen jedoch, dass der Weg zur Stabilität weiterhin steinig bleibt.
Es bleibt abzuwarten, ob die Deutsche Bank aus den Fehlern der Vergangenheit lernt und ihre strategischen Ziele in Zukunft besser umsetzen kann. Klar ist, dass die Herausforderungen groß sind und die nächsten Monate entscheidend sein werden.

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