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11.03.2025
11:04 Uhr

Bargeld-Revolution: Deutschland plant Aus für Ein- und Zwei-Cent-Münzen

Eine wegweisende Initiative der Deutschen Bundesbank könnte das Ende der unbeliebten Kupfermünzen einläuten. Das "Nationale Bargeldforum" - ein von der Bundesbank ins Leben gerufenes Gremium - fordert nun die gesetzliche Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Ein Vorstoß, der die deutsche Bargeldlandschaft grundlegend verändern könnte.

Effizienz statt Kupfer-Ballast

Die Argumente für diesen radikalen Schritt sind überzeugend: Die Herstellung, Verpackung und der Transport der kleinen Kupfermünzen verschlingen unverhältnismäßig hohe Kosten im Vergleich zu ihrem tatsächlichen Wert. Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz betont, dass der Verzicht auf diese Kleinstmünzen nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch den Bargeldkreislauf nachhaltiger gestalten würde.

Praktische Auswirkungen für den Verbraucher

Die vorgeschlagene Regelung sieht vor, dass Beträge künftig auf die nächsten fünf Cent gerundet werden sollen. Konkret bedeutet dies: Wer heute noch 4,99 Euro zahlt, würde künftig glatt 5 Euro berappen müssen. Bei 1,02 Euro würde hingegen nur noch 1 Euro fällig. Ein System, das bereits in mehreren europäischen Ländern erfolgreich praktiziert wird.

Europa macht es vor

Finnland, die Niederlande, die Slowakei, Irland, Italien, Belgien und Estland haben bereits ähnliche Regelungen eingeführt. In Finnland beispielsweise werden Barzahlungen gesetzlich auf den nächsten Fünf-Cent-Betrag gerundet. Interessanterweise bleiben die Münzen dort theoretisch gesetzliches Zahlungsmittel, werden aber praktisch nicht mehr in Umlauf gebracht.

Deutliche Zustimmung in der Bevölkerung

Die Initiative trifft offenbar den Nerv der Zeit: Laut aktuellem Eurobarometer spricht sich eine deutliche Mehrheit der Befragten für die Abschaffung dieser Kleinstmünzen aus. Dies verwundert kaum, denn die wenigsten Bürger dürften den nervigen Kupferballast in ihren Geldbörsen vermissen. Viele der Münzen verschwinden ohnehin in Spardosen oder gehen schlichtweg verloren, anstatt in den Wirtschaftskreislauf zurückzukehren.

Kritische Betrachtung der Initiative

Während die Befürworter auf Effizienz und Nachhaltigkeit setzen, sollten wir dennoch kritisch hinterfragen, ob hier nicht wieder einmal ein Stück traditioneller Währungskultur dem vermeintlichen Fortschritt geopfert wird. Die schrittweise Demontage des Bargelds - auch wenn es sich nur um Kleinstmünzen handelt - könnte als weiterer Schritt in Richtung bargeldlose Gesellschaft interpretiert werden. Eine Entwicklung, die durchaus mit Skepsis zu betrachten ist, da sie die finanzielle Souveränität des Bürgers weiter einschränken könnte.

Die Abschaffung der Cent-Münzen mag auf den ersten Blick als sinnvolle Modernisierung erscheinen. Wir sollten jedoch wachsam bleiben, dass dies nicht der Anfang einer schleichenden Bargeld-Abschaffung ist.

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