
Gold-FOMO: Warum die Edelmetall-Rally erst der Anfang ist
Die aktuelle Goldpreis-Entwicklung zeigt eindrucksvoll, wie das "barbarische Relikt" - wie Kritiker Gold gerne abschätzig bezeichnen - seine zeitlose Bedeutung als ultimative Krisenwährung unter Beweis stellt. Während die selbsternannten Finanzexperten in Berlin und Brüssel weiter munter Schulden anhäufen und unsere Währung systematisch entwerten, suchen immer mehr Anleger Zuflucht im zeitlosen Wertespeicher Gold.
Zentralbanken als heimliche Treiber der Rally
Besonders pikant: Ausgerechnet die Zentralbanken, die mit ihrer ultralockeren Geldpolitik den Wert unserer Währungen seit Jahren aushöhlen, kaufen selbst in großem Stil Gold. Seit 2010 haben sie ihre Goldreserven kontinuierlich aufgestockt - offiziell zur "Diversifizierung", inoffiziell wohl eher aus wachsendem Misstrauen gegenüber dem US-Dollar als Weltleitwährung. Diese Entwicklung zeigt überdeutlich: Selbst die Architekten unseres fragilen Finanzsystems trauen ihrer eigenen Schöpfung nicht mehr.
Der Westen erwacht - FOMO greift um sich
Während anfänglich vor allem Zentralbanken als Käufer auftraten, springt nun zunehmend auch das westliche "Smart Money" auf den fahrenden Goldzug auf. Die Angst, den Anschluss zu verpassen - im Börsenjargon "FOMO" (Fear of Missing Out) genannt - greift um sich. Hedgefonds, die ihre Goldbestände zuletzt reduziert haben, könnten sich bald gezwungen sehen, zu höheren Preisen wieder einzusteigen. Eine sich selbst verstärkende Aufwärtsspirale scheint in Gang zu kommen.
Bitcoin vs. Gold: Eine künstliche Konkurrenzsituation
Die von interessierter Seite gerne konstruierte Konkurrenz zwischen Gold und Bitcoin erweist sich dabei als Märchen. Die Kapitalströme in Bitcoin-ETFs zeigen keinerlei Korrelation mit der Goldnachfrage. Während Bitcoin ein spekulatives Investment bleibt, bewährt sich Gold seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher - gerade in Krisenzeiten.
Silber vor spektakulärem Ausbruch?
Noch explosiver könnte sich die Situation am Silbermarkt entwickeln. Ein strukturelles Angebotsdefizit trifft hier auf rapide schwindende Lagerbestände. Die steigende US-Nachfrage könnte den Silberpreis regelrecht durch die Decke gehen lassen. Die aktuelle Marktlage bei den Edelmetallen erscheint geradezu lehrbuchhaft: Egal ob der Dollar steigt oder fällt - Gold und Silber profitieren von der wachsenden Unsicherheit.
Hinweis: Dieser Artikel spiegelt lediglich die Meinung der Redaktion wider und stellt keine Anlageberatung dar.

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